Die gute Nachricht zuerst: Die Arbeitslosenrate für das Jahr 2008 ist in ganz Deutschland gesunken.
Die schlechte Nachricht: Die Arbeitslosenrate für 2009 wird rapide zunehmen.
Was kann die Politik abgesehen vom Beschließen diverser (destruktiver) Konjunkturpakete dagegen tun?
Wichtig ist kurzfristig, dass man Arbeitslosen hilft, schnell wieder einen Job zu finden. Je länger Arbeitslosigkeit dauert, desto schwieriger die Wiederein-gliederung. Das hat in Deutschland bisher nicht so gut geklappt wie zum Beispiel in Österreich. In Kombination mit Umschulungsmaßnahmen kann einiges abgefedert werden.
Langfristig viel wichtiger ist eine groß angelegte Bildungsoffensive, die im Kleinkinderalter beginnt und bis zur Rente nicht aufhört. Bei Betrachtung der neuesten Arbeitslosenzahlen zeigt sich drastisch: Wer schlecht ausgebildet ist, wird viel leichter arbeitslos. Während Hilfsarbeiter ihren Job verlieren, werden Fachkräfte nach wie vor gesucht. Eine Bildungsoffensive ist das beste Konjunkturpaket. Allerdings wirkt es nicht sofort, ist demnach wenig wahlkampfkompatibel.
Dennoch müssen wir uns ein langfristiges Konzept leisten. Die Frage ist nur, wer es umsetzt. Denn allein das heutige Bildungskonzept ist provinziell und beschämend und macht wenig Hoffnung auf bildungs- wie arbeitspolitische Visionen.
Diese werden von der Rentner Partei Deutschland aufgestellt und konsequent propagiert und in die politische Diskussion eingebracht.
Alle Kinder müssen gezielt gefördert werden. Ein einheitliches Schulsystem. Keine Zuzahlung für Schulbücher oder ähnliches. Gut ausgebildete Kinder sind unsere Zukunft.
Stärkung der Hoheit durch den Bund, Rahmengesetzgebung.
Förderung der Schulen und Universitäten, um den internationalen Anschluss nicht noch zu verlieren.
Wir brauchen: gut ausgebildete Pädagogen und Erzieher, die für ihre Vergütung auch die Verantwortung übernehmen.Soll auch hier, wie bei der Rentenpolitik, Bildung und Erziehung aus der staatlichen Verantwortung auf private Institutio-nen verlagert werden ?Dass es ein Defizit gibt, zeigen die an jeder Straßenecke aus dem Boden schießenden Nachhilfe-Institute. Die Gemeinschaft darf sich nicht aus der Verantwortung zurück ziehen. Von einer guten Bildung und Ausbildung profitieren wir alle.